Initiative des Integrationsrates der Stadt Bergisch Gladbach

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Ausflug der GGS an der Strunde zum Forsthaus Steinhaus

Am Mon­tag, den 1. Juli star­tet unser Aus­flug mit 24 Kin­dern der GGS An der Strun­de. Am Sonn­tag­abend gab es eine Krank­heits­be­ding­te Absa­ge der gebuch­ten Natur­päd­ago­gin Ulri­ke Sand­mann. Nun sind alle Mentor*innen als Team gefor­dert. Wir müs­sen den Tag selbst gestalten.

Schon die Bus­fahrt ist für alle Kin­der ein klei­nes Erleb­nis. Wir stei­gen am Tech­no­lo­gie­park aus dem Bus und gehen Rich­tung Forst­haus Stein­haus. Dabei über­que­ren wir eine Auto­bahn­brü­cke, alle blei­ben ste­hen und die Kin­der win­ken den Auto­fah­rern zu. Die­se win­ken zurück und eini­ge Autos hupen. Die Kin­der sind begeis­tert. Dann sind wir 2 Minu­ten spä­ter am Forst­haus ange­kom­men. Herr Barth, der Förs­ter hat von unse­rer Situa­ti­on gehört und stellt uns einen Wald­zoo, mit Holz­wän­den als Hecke, Bal­ken als Eck­pfei­ler und für alle Kin­der ein Ham­mer zur Ver­fü­gung. Er erklärt die Hand­ha­bung des Zoo´s. Bevor wir in das vor­ge­se­he­ne Wald­stück gehen, stim­men wir uns ein. Die Kin­der früh­stü­cken in einem Semi­nar­raum, danach wird ein Klat­sch­rhyth­mus ange­stimmt. Erst  begin­nen die Erwach­se­nen und dann stei­gen die Kin­der ein. Die Mentor*innen nen­nen die Namen der Kin­der, die sie an der Grund­schu­le betreu­en. Es ent­steht ganz schnell ein Gemein­schafts­ge­fühl. Dann geht es in das nahe­ge­le­ge­ne Wald­stück. Alle Ein­zel­tei­le des Zoo´s lie­gen auf den Boden.

Jedes Kind bekommt zusätz­lich eine „Becher­lu­pe“ und baut ein eige­nes Gehe­ge. Anschlie­ßend suchen sie Wald­be­woh­ner wie z.B. Regen­wür­mer, Frö­sche, Nackt­schne­cken und Co. Abbil­dun­gen der Bewoh­ner des Wal­des lie­gen auf den Boden, so weiß jedes Kind, wonach es suchen kann und wie die Tie­re heißen. 

Eine Mäd­chen­grup­pe baut ein grö­ße­res Gehe­ge mit vier Abtei­lun­gen, der Boden ist mit Moos bedeckt, ganz krea­tiv gestal­tet. Alle sind gefes­selt und suchen nach Tier­chen unter der Baum­rin­de eines umge­fal­le­nen Bau­mes, in den Pfüt­zen und unter Blät­tern und Moos. Dann gehen eini­ge Kin­der mit 3 Men­to­rin­nen den Wald­weg zum Teich. Auf den Weg dort­hin lau­fen die Kin­der die Abhän­ge rauf und run­ter und rufen, was sie alles sehen. 

Ein Mäd­chen bleibt mit ihren Turn­schu­hen im Schlamm ste­cken und schreit auf. Wir fischen mit einem län­ge­ren Stock den Turn­schuh aus dem Schlamm und wei­ter geht es. Am Teich gibt es Was­ser­spie­le mit ver­schie­de­nen Behält­nis­sen, dann müs­sen wir schon bald zurück. Die Kin­der lau­fen vor, mal sehen, ob sie selbst­stän­dig den Rück­weg fin­den. Im Innen­hof des Forst­hau­ses spie­len die Kin­der ver­schie­de­ne Out­door-Spie­le. Es gibt Obst zum Naschen. Bevor wir wie­der zur Bus­hal­te­stel­le gehen, fra­gen wir die Kin­der, wie ihnen der Vor­mit­tag gefal­len hat. Hier eini­ge Aus­sa­gen: „ Toll war, dass wir nicht in die Schu­le muss­ten“, „Ich war mit mei­nen Freun­den zusam­men“, „alles“…  Wir ste­hen in einem gro­ßen Kreis und alle sol­len ihren Nach­barn die Hand geben und ein­mal fest zudrü­cken und dann mehr­mals ganz leicht. Zum Abschluss stim­men wir noch ein­mal den Klat­sch­rhyth­mus an. Dann geht es zurück zur Bus­hal­te­stel­le und vom Markt­platz in Ber­gisch Glad­bach zurück zur Schu­le mit strah­len­den Kin­dern. Der Wald als Spiel­platz hält vie­le Erleb­nis­se bereit. Die Kin­der sind so neu­gie­rig und krea­tiv, sie brau­chen nur etwas Frei­raum, Zeit und klei­ne Ideen. Wir sind ein tol­les Team, jede*r hat ein Stück zum Erfolg des Aus­flu­ges bei­getra­gen.  Auch alle Mentor*innen waren begeis­tert, hat­ten sie noch am Mor­gen eini­ge Beden­ken, wie der Vor­mit­tag ver­lau­fen würde.

Mentor*innen der GGS An der Strunde

Fotos: Mar­gret Fabritius